Restauration einer Biene II von Detlef H.
Detlef H. ist gelernter Bootsbauer boat builder - constructeur de bateaux ou canots - Строителъ лодокъ - fabricante di canotti o di imbarcazioni - constructor de barcas ó de boteс und begeisterter Wassersportler. Seine Biene hat er, wie bereits auch etliche Ruderboote, mit Liebe zum Detail restauriert. In loser Folge stellt er hier seine Restaurationen vor.
- Bericht
- Bilder / Dokumente
Mein Name ist Detlef H. Im Juni 2004 habe ich mir eine Biene II
gekauft. Das Boot befand sich bei genauer Betrachtung in einem mäßigen
Zustand. Auf jeden Fall sind etliche Stellen so stark angegriffen, dass ich hier
etwas unternehmen mußte. Somit entschied ich mich, das Boot zu restaurieren.
Handwerklich sollte dies kein Problem darstellen, da ich das Bootshandwerk
erlernt habe.
Einige der Restaurationsschritte werden in kurzer
Auflistung dargestellt:
Der Zustand des Bootes nach dem Kauf ist auf den Bildern 1 und 2 sehr gut zu
erkennen. Auffallend ist die braune und weiße Farbe, mit der das Boot
offensichtlich "verkaufsfähig" gemacht wurde.
Am Heck ist eine völlig verfaulte Stelle zu erkennen. Auch oberhalb dieser
Stelle war alles durch. Die oberen Fensterrahmen wiesen ebenfalls marode
Stellen auf. Der Wellenbrecher im Bereich des Wischers war nur noch
Blumenerde. Das Fenster oben wurde überholt und ein neues Glas
eingebaut. Der Mast war im unteren Bereich faul. Ein neues Stück wurde
angefertigt und angeleimt. Die Griffleisten wurden entfernt.
Ein neues Dach mußte ich ebenfalls aufbauen. Das alte Dach war im Bereich des Wellenbrechers auf der Backbordseite durchgefault. Der Mast war im unteren Bereich faul. Ein neues Stück wurde angefertigt und angeleimt. Die Holzleisten an den Seiten des Daches habe ich abgezogen und wieder verwendet.
Hier ist die ausgewechselte Stelle am Heck gut zu erkennen.
Die alte Farbe wurde komplett vom Boot entfernt. Die Aluminiumleisten rund um die Fenster habe ich durch Holzleisten ersetzt. Natürlich nur geschraubt falls mal eine Scheibe zu Bruch geht. Da mir das schon passiert ist, habe ich die Scheiben mit Tönungsfolie versehen. Die Griffleisten habe ich selbst angefertigt. Die Rahmen der vorderen beiden Fenster musste ich mit Holzteilen neu aufbauen. Sämtliche Klampen wurden ersetzt. Am Bug wurde ein Doppelkreuzpoller angebracht.
So sah der alte Steuerstand aus. Auch hier wollte ich einige Änderungen vornehmen.
Die hintere Bank war eigentlich nur ein Notbehelf. Diese ist jetzt nicht mehr vorhanden. Gut zu sehen sind die neuen Seitenverkleidungen.
Im Winterlager habe ich die Bank entfernt und die hintere Verkleidung gebaut. Somit ist die Bank "Geschichte".
Ich denke, das sieht schon sehr gut aus. Somit haben jetzt auch die beiden Heckkästen eine neue Verkleidung.
Dank Vorschriften mußte ich die geamte Beleuchtung gesetzeskonform erneuern. Leider haben die Bootsleute offensichtlich keine so gute Lobby wie die Oldtimer auf der Straße, da gibt es nämlich den Bestandsschutz.
Jezt muss sich in der Kajüte noch einiges ändern. Die Gardinen waren noch vom Vorbesitzer. Die Kiseen wurden schon neu bezogen.
So, wenn man denkt, man ist mit allem fertig und kann sich auf das Fahren konzentrieren, dann liegt man bei Holzbooten einfach falsch. Hier eine durchgefaulte Stelle an Deck auf Backbord. Das Problem war, dass der Wasserablauf verstopft war. Na, dann mal los. Hier zeige ich mit den nächsten Bildern die einzelnen Arbeitsschirtte auf:
Der Artikel wird noch weiter ergänzt.
Text und Bilder: Detlef H. (Berlin 2008 dp)